Das Jahr 2008. Die Wirtschaft brach zusammen, Barack Obama wurde der erste schwarze US-Präsident, Deutschland wurde Vizeeuropameister und Matthias Steiner zog mit seiner Goldmedaille im Gewichtheben ganz Deutschland in den Bann. Und was war in Erlangen los? Einiges! Wir nehmen dich mit auf eine kleine Zeitreise.

Neueröffnungen

Neuer Bolzplatz an der Theodor-Heuss-Anlage

Auch 2008 wurden viele Bestehen gefeiert. Für Fußballbegeisterte ziemlich interessant: Nach einer mehr als überfälligen Modernisierung wurde der Bolzplatz an der Theodor-Heuss-Anlage im Süden Erlangens neu eröffnet. Die Kosten betrugen 58.000 Euro. Das Ergebnis: Neue Tore für das Spielfeld, ein komplett aufgeschütteter Boden und neue Banden.

Erlangen wird ein Stückchen internationaler

Im Röthelheimpark wurde das neue Gebäude neben der FIS fertiggestellt. Die Franconian-International-School, damals in Herzogenaurach ansässig ist nach Erlangen gezogen. Das Gebäude fällt mit einer auffälligen Fassade auf. Hier finden Kinder und Jugendliche aus aller Welt eine internationale Schule, die auch internationale Abschlüsse anbietet. Auf jeden Fall eine Bereicherung für den Röthelheimpark.

the-fis.de

Eine Biergarten-Institution macht auf

Für die Biergenießer interessant: Am 13.02.2008 eröffnete die  Gastwirtschaft “BräuSchänke”, die von der Traditionsbrauerei Kitzmannvor Kurzem hat Kitzmann den Brauereibetrieb eingestellt – betrieben wird. Neben Bier bekommt man in der BräuSchänke zahlreiche fränkische Köstlichkeiten. Im Sommer gibt es das Angebot auch in einem Biergarten.

Kitzmann Brauerei Erlangen schliesst

Jubiläen

Von der Landwirtschaftsschule zum Gymnasium

2008 wurden in Erlangen einige Jubiläen gefeiert.
Beispielsweise feierte das Ohm-Gymnasium 175 Jahre Bestehen. 1833 noch als “Landwirtschafts- und Gewerbeschule” bekannt änderte das Ohm-Gymnasium laufend seinen Namen. 1877 war die Schule dann unter dem Namen “königlich-bayerische Realschule für Knaben” verzeichnet. Erst 1939 erhielt sie ihren heutigen Namen nach dem Erlanger Physiker Georg Simon Ohm.

© Janericloebe – wikipedia.de

Modehaus in Franken

Jeder kennt das Modegeschäft am Neuen Markt: Das Modehaus Wöhrl. 2008 feierte das Modehaus 75-Jähriges Bestehen und ist damit auch fester Bestandteil in Franken.

Das 1933 in Nürnberg gegründete Bekleidungsunternehmen entstand aus dem “Zetka” (Zuverlässige Kleidung), ein kleines Geschäft für Herren und Knabenbekleidung. Später änderte das Unternehmen seinen Namen in “Wöhrl”, erweiterte das Modeangebot und expandierte. In den 50er Jahren eröffnete schließlich eine Filiale in Erlangen, die bis heute existiert.

Erlangens Partnerstädte 

Weißt Du, wie viele Partnerstädte hat? 13 Stück! Eine davon ist Wladimir in Russland. 2008 feierte Erlangen die 25-Jährige Partnerschaft mit Wladimir.

Wladimir liegt 190 km östlich von Moskau, hat 345.373 Einwohner, also gut dreimal so viele wie in Erlangen. Außerdem wurde die Stadt im Jahr 990 zum ersten Mal erwähnt. Erlangen übrigens erst im Jahre 1001.

Was 2008 noch so in Erlangen geschah

OB Balleis wird bestätigt

In den Kommunalwahlen 2008 wurde der damalige Oberbürgermeister Erlangens, Siegfried Balleis (CSU) mit 55,8 % wiedergewählt. Balleis selbst war von 1996 bis 2014 OB. Er wurde 04.08.1953 in Nürnberg geboren. Er studierte zunächst Politikwissenschaft, Soziologie und Philosophie und später Betriebswirtschaftslehre, wo er 1980 als Diplom-Kaufmann abschloss. 1996 wurde er Nachfolger von Dietmar Hahlweg (SPD), der nach 24 Jahren im Amt auf eine Kandidatur verzichtet hatte.

Erlanger Kneipen & Restaurants werden rauchfrei!

Mit dem in Bayern eingeführten Rauchverbot, wurden auch in Erlangen viele Kult-Bars rauchfrei. Vor allem Nichtraucher waren von nun an sehr dankbar für die reine Luft. Abgestimmt wurde mittels Volksentscheid.

Das Ergebnis: 60,86 % befürworteten ein Rauchverbot. 38,97 % waren dagegen. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 38 %. Das Verbot gilt nun seit 10 Jahren in Gaststätten und Kultur- und Freizeiteinrichtungen.

Sporthalle bekommt einen Namen, den jeder Erlanger kennen sollte

Egon von Stephani. Ein sportlicher Motor für Erlangen. Geboren am 28.12.1919, gestorben am 04.02.2011. Er förderte den Breitensport in Erlangen.

Deshalb wurde 2008 die Sporthalle am Röthelheimpark offiziell in Egon-von-Stephani-Halle umbenannt. Eine riesige Ehrung für den damals 89-Jährigen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt galt er als Symbol für Gesundheits-, Breiten- und Seniorensport.