In unserem Körper werden den ganzen Tag durch bestimmte Organe und Gewebe Antikörper produziert, die Viren, Bakterien und andere Fremdkörper abwehren. Für jede feindliche Zelle gibt es einen bestimmten Antikörper und diese werden von deinem Immunsystem produziert und – wenn nötig – ausgesandt. 

Auch unser Darm hat eine große Rolle dabei inne. Wenn du viel ballaststoffreiches Essen konsumierst, werden die guten Bakterien in deiner Darmflora gefüttert und können sich vermehren. Je mehr Ballaststoffe in unserem Darm als Futter zur Verfügung stehen, diese sind überwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten, desto mehr gute Darmbakterien können gedeihen. Ist unser Darm von wenigen schlechten Darmbakterien besiedelt, muss unser Immunsystem schon nicht dagegen ankämpfen, sondern kann sich um andere Dinge kümmern. Dabei entscheiden wir uns jeden Tag dreimal ob wir unserem System helfen oder nicht. 

Wenn du ein geschwächtes Immunsystem hast, weil es sich um viele andere Baustellen kümmern muss, kannst du schneller von Viren und Bakterien übermannt werden. Aber dem kannst du bewusst entgegenwirken. Vor allem ein Punkt ist dabei wichtig: Dein Lifestyle!

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Ballaststoffreiche pflanzliche Ernährung

Die Stärke deines Immunsystems hängt zum Großteil davon ab, was du täglich über die Nahrung zu dir nimmst. Da bestätigen sich die alten Weisheiten wie “Du bist was du isst!” und “One apple a day keeps the doctor away.” Wenn du weitgehend auf tierische Erzeugnisse verzichtest, kannst du die Entzündungswerte in deinem Körper stark reduzieren. Dadurch muss dein Immunsystem nicht schon dauerhaft gegen diese Entzündungen arbeiten und kann mit voller Kraft gegen einfallende Viren und Bakterien bereit stehen.
Einige Gemüsesorten haben besonderen Einfluss auf unser Immunsystem. Vor allem Kreuzblütler-Gemüse wie Brokkoli, eigentlich alle Kohlsorten (Rotkohl, Blumenkohl, Rosenkohl) haben laut Studien eine positive Wirkung auf unsere Darmflora und sorgen durch die Ballaststoffe dafür, dass vor allem gute Bakterien dort leben und sich vermehren können. 
In zwei unabhängigen Studien haben sich jeweils der leckere Wakame Algensalat und Grünkohl in täglichen kleinen Dosen als vorteilhaft heraus gestellt. Wichtig ist hier, diese über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen zu sich zu nehmen, bis sich die Wirkung bemerkbar macht.

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Kurkuma und Ingwer

Die geheimen Stars für ein gesundes, starkes Immunsystem sind natürlich alle Gewürze in ihrer Vielzahl, aber diese beiden haben sich als besonders gut für eine gestärkte Immunabwehr herauskristallisiert. In Kurkuma ist das enthaltene Curcumin entzündungshemmend und beugt damit Erkrankungen der oberen Atemwege vor. 

Der Trendsetter „Goldene Milch“ ist besonders gut, weil diese Kurkuma und Ingwer gut kombiniert. Sie kann kalt oder warm genossen werden und nach dem erhitzen auch noch aufgeschäumt werden.

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Stress reduzieren

Wer immer unter Strom steht wird früher oder später in einer kurzen Ruhephase mit einer Erkältung oder, noch schlimmer, mit einer ausgewachsenen Grippe “belohnt”. Wer kennt dieses Phänomen nicht! Deswegen empfiehlt es sich immer wieder mal runter zu schalten, seine Feierabende zu genießen, das Handy für die Arbeit abzuschalten und weg zu legen und vor allem auch mal am Wochenende komplett runterzufahren. 
Wer eine Erkältung oder einen anderen Infekt überwunden hat, sollte nicht wieder voll einsteigen, sondern noch einige Tage langsam machen. Das wichtigste Tool um Stress zu reduzieren lautet: Einfach mal “Nein!” sagen.

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Meditation & Selfcare

Meditation, Yoga und eine allgemeine Entschleunigung des Alltags kann dazu führen, dass dein Blutdruck drastisch gesenkt wird. Dadurch wird man weniger anfällig für Krankheiten. Sich einfach mal um sich selbst kümmern und ein ausgiebiges Schaumbad nehmen. Musik anmachen oder ein Buch lesen. NaradaYoga in Erlangen bietet Online-Kurse an. Mit 5er oder 10er Karten kannst du ganz einfach reinschnuppern, und schauen ob es dir und deiner Seele gut tut!

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Sport, am besten Draußen

Spazieren gehen reicht meist schon aus, aber auch ein kleines Workout im Freien kann doppelt gut für dein Immunsystem sein. Man baut dadurch Stress ab und tankt Vitamin D an der frischen Luft. 
Aber Achtung! Am Anfang nicht übertreiben. Durch eine starke körperliche Beanspruchung kann sich der positive Effekt schnell ins Negative umwandeln, da die Immunabwehr auf ein niedrigeres Level fallen kann als vor der anstrengenden Trainingseinheit.

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Trinken, trinken und noch mehr trinken

Wir alle wissen, Wasser ist gut für uns. Unser Körper besteht zu 80% aus dem kühlen Nass. Durch eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeiten werden die fiesen Krankmacher aus unseren Körper transportiert und können sich nicht im Körper ansiedeln und vermehren. Wenn dir Wasser auf Dauer zu langweilig ist kannst du auch einen Tee, der wichtige und gute Antioxidantien enthält, oder einen Kaffee trinken. Gesüßte Getränke solltest du vermeiden, da sich Zucker wiederum schlecht auf deine Darmflora auswirkt und im Übermaß die guten Bakterien abtöten kann. Außerdem können ausgetrocknete Schleimhäute und auch das Lungengewebe leichter von Erregern befallen werden, vor allem wenn wir ständig einer trockenen Heizungsluft ausgesetzt sind. 
Eineinhalb bis zwei Liter sollte jeder von uns trinken und wenn du dir schwer tust, dann versuch doch einmal überall wo du dich oft aufhältst Wasserstationen aufzubauen. Oder trag immer einen großen Behälter mit der täglich zu trinkenden Menge mit dir herum. 

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Das Beste zum Schluss: erholsamer Schlaf

Hier bekommst du einen Freifahrtschein fürs Schlafen. Und das möglichst lange und erholsam. Jeder hat seine persönliche Zeit wie lang er schläft und das kann jeder von uns ganz einfach herausfinden. Wie man das macht? Zu dem Zeitpunkt ins Bett gehen, an dem man das erste Mal bemerkt, dass man so richtig müde wird und dann so lange schlafen bis man von alleine aufwacht. Wenn es nicht gleich klappen sollte nicht verzagen, es braucht ein wenig Gewohnheit und es ist eine Umstellung. Regelmäßigkeit ist der Schlüssel zum Erfolg. Am Anfang vielleicht einen Wecker nach acht Stunden Schlaf stellen und sehen, ob man erholt aufwacht. Wenn man dann seine Schlafdauer gefunden hat, wacht man meist automatisch vor seinen Wecker auf und kann diesen irgendwann komplett weg lassen, wenn man sich traut. 
Viele denken immer sie wären Nachteulen und früh aufstehen wäre nichts für sie. Aber weit gefehlt. Der Biorhythmus hat schon so manchen eines Besseren belehrt. Von 23 Uhr bis 7 Uhr ist für viele eine gute Zeit, um erholsam am nächsten Tag in den Morgen zu starten und produktiv ans Werk gehen zu können. Probier es mal aus und finde deine persönlichen Zeiten! 

Grundsätzlich ist ein gesunder Mix aus all den genannten Punkten empfehlenswert. Nicht nur für ein starkes Immunsystem, sondern auch für einen Wohlfühlfaktor der kaum zu übertreffen ist. Wenn du dir etwas Gutes tun möchtest, dann machst du das gleichzeitig für deinen ganzen Körper. So steht den kalten Tagen nichts mehr im Wege und du kannst ohne Sorgen durch Wind und Wetter gehen ohne eine Erkältung oder Grippe mitzunehmen.