Er ist bekannt wie kein anderer Erlanger. Er bezeichnet sich selbst als Multitasking-Entertainer-Unternehmer, Massensozialpädagoge und Unternehmer. Wir trafen Steffen Peter Haas alias Peter Wackel zum Interview.

Er verriet uns nicht nur seinen Lieblingsplatz in Franken, sondern plauderte auch über seine Jugend in Bubenreuth und wie es ist, ständig von betrunkenen Partygästen umgeben zu sein.

„Spätestens um Mitternacht läuft bei jeder Party ein Lied von mir.“

Musik von Anfang an

Steffen Peter Haas Kindheit in Bubenreuth war sehr behütet, wie er erzählt. Außerdem betont er immer wieder, wie musikalisch er aufgewachsen sei. Damals hätte jedes Kind im Kindergarten und in der Grundschule schon eine Gitarre gehabt. Er selbst spielte während seiner Kindheit und Jugend Bass, Kirchenorgel und Violine. „Musik war immer mit dabei“, fasst er zusammen.

In Erlangen besuchte er das Ohm-Gymnasium. Durch die Mitgliedschaft im Chor habe er seine Noten aufbessern können. Haas erinnert sich gern an Auftritte im Markgrafentheater zurück, bei denen er Brahms-Sonaten zum Besten gegeben habe. Heute ist das schwer vorstellbar. Erst über die Kerwas-Burschen in Bubenreuth kam Haas zum Schlager.

Obwohl er eher Rock und Heavy Metal hört, das Wacken-Festival und Rammstein-Konzerte besucht, begeistere ihn das Genre des Schlagers schon lange. „An Schlager hat mich immer das friedliche Miteinander fasziniert“, sagt er.

„Ich habe aus dem Feiern ein Business gemacht“

Die beste Schlagersahne

Karaoke-Veranstaltungen in der Heimat waren die Initialzündung für die Karriere als Party-Sänger. Damals liefen seine Auftritte unter dem Namen „Die beste Schlagersahne mit Steffen“. Den Künstlernamen Peter Wackel gab es noch nicht.

Schon während der Schulzeit meldete Haas sein Gewerbe an und trat Ende der 90er Jahre unter anderem bei Kerwas in der Region auf. Auch auf Hochzeiten spielte er – damals noch für 150 D-Mark.

Die Musikkarriere siegte letztlich auch über das Abitur. Es habe zuhause Tränen gegeben, als Haas seine Entscheidung zugunsten des Künstler-Daseins getroffen hätte. „Einen Plan B gab es eigentlich nicht“, gibt der heute sehr erfolgreiche Entertainer zu, „Es war wirklich so, dass ich alles auf eine Karte gesetzt habe und das mache ich heute noch so.“

 Bierbanksturz und Heiratsantrag

Steffen Peter Haas alias Peter Wackel hat damit alles richtig gemacht. Er schaffte den Sprung nach Mallorca und tritt seit 15 Jahren im legendären Bierkönig auf.

Bei seinen Auftritten habe er schon alles erlebt. Einmal sei ihm das Mikrofon von einem Gast geklaut wurden. Auch von der Bierbank ist er schon gestürzt und Heiratsanträge habe er miterlebt. „Es passiert jede Woche irgendwas. Manchmal gut, manchmal anders“, fasst Haas zusammen.

Was ihn an seinem Beruf als Bühnen-Star fasziniere, sei die Steuerung der Menschenmassen. „Ich bin nichts anderes als ein Massensozialpädagoge“, sagt der gebürtige Erlanger. Es sei unfassbar, wie man die Menschen lenken könne: vom Klatschen bis hin zum Schunkeln.

Die Besonderheit bei seinen Auftritten sei das hohe Aufkommen an alkoholisierten Menschen. Von der Bühne aus sehe er aufkeimende Probleme – einen Stau an der Bar, eine drohende Prügelei – viel schneller als ein Securitymann oder der Veranstalter – auch, weil er das Verhalten der betrunkenen Menschenmassen seit Jahren „studiert“.

Ein wenig mehr spanische Mentalität

Fragt man Steffen Peter Haas nach seinem Lieblingsplatz in Erlangen, nennt er die Bierkeller, die nicht nur zur Kerwa einen Besuch wert seien. Am liebsten trinke er dort ein Seidla-Bier und esse Schinken. „Ich liebe so etwas. Ich bin ein Biergarten-Fan“, sagt Haas.

Erlangen könne seiner Meinung nach aber einiges von Mallorca lernen. Das Schubladen-Denken der vielen Bewohner seiner Heimat gehe gar nicht, findet er und ruft auf: „Erweitert euren Horizont!“ Damit meint er aber nicht nur die Erlanger im Speziellen, sondern ganz allgemein die Deutschen.

Auch bei der Umsetzung von Ideen hapere es bei uns. Da seien die Spanier viel schneller. Um von der Mentalität der Südländer zu lernen, lädt er auf die Party-Insel ein: „Alle Erlanger dürfen gern nach Mallorca kommen“, sagt er.

Wer mehr über Steffen Peter Haas als Unternehmer erfahren möchte, findet unter Bürobesuche noch mehr Input zu Haas eigenem Olivenöl, seiner Event-Finka und seiner Firma Partyreisen24.