Auch wenn es beim Erlanger Berch primär ums Feiern und die gute Laune geht, so kann man diese Unternehmung definitiv zu den eher anstrengenden Aktivitäten unseres Jahrhunderts zählen. Es beginnt schon beim Anstieg, der, je nachdem wo man parkt, schon zur ersten Challenge des Tages werden kann.

1. Fahre mit den öffentlichen Verkehrsmitteln

Wenn du eher lauffaul bist, fahre mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Autofahren ist am Berg schon doof genug, da man nichts trinken kann. Noch doofer wird es aber, wenn man feststellt, dass der Aufstieg von der Parkplatzseite um einiges länger und steiler ist, als wenn man von der Bushaltestelle aus über das T hochläuft.

2. Nicht erst am T den Plan des Abends überlegen

Oben angekommen, muss man sich erst einmal die wichtigste aller Fragen stellen: Holt man sich eine Maß und sucht sich einen Platz, sucht man erstmal nach etwas essbarem oder schlendert man gleich mal über das Gelände um die Fahrgeschäfte und Buden zu erkunden. Zu zweit ist man flexibel, aber ist man in einer größeren Gruppe unterwegs, dann kann die Klärung dieser Frage schon einmal ganz schön chaotisch werden. Deshalb unser Tipp: Besprecht dieses Thema schon bevor ihr auf dem Berg seid, damit ihr nicht am restlos überfüllten T anfangt zu diskutieren. Wenn man sich dann entschieden hat, kann die wilde Reise losgehen.

3. Polonäse bilden

Wild trifft es hier wohl ganz gut, denn man kann sich im reißenden Strom der Berggemeinde schon gerne mal verlieren. Abhilfe schafft unser Tipp: Einfach grundsätzlich eine Polonäse bilden. Das sorgt nicht nur für ein riesiges Stimmungshoch, sondern auch dafür, dass man sich nicht verliert und „die Herde beisammen bleibt“.

4. Erst Bierkrug abgeben, dann das Fahrgeschäft

Falls ihr euch nun für den Weg rechts am T entschieden habt, dann habt ihr hier erstmal leichtes Spiel. Solltet ihr Planen Fahrgeschäfte zu benutzen, müsst ihr damit rechnen den wundervollen Maßkrug in der Hand grundsätzlich abgeben zu müssen. Unser Tipp: Den Maßkrug einfach schon vorher austrinken und ohne Bier in der Hand das Fahrgeschäft betreten. Das Fahrgeschäft macht gleich doppelt viel Spaß und ihr müsst euch bei der wilden Fahrt nicht um das heilige Getränk sorgen!

5. Tisch reservieren – für den nächsten Berch…

Solltet ihr gleich den Weg Richtung Keller eingeschlagen haben, beginnt das große Platzgesuche. Je nachdem wie groß die Gruppe ist, lohnt es sich definitiv zu reservieren – ein Hinweis, den ihr euch für die kommende Berchkerwa merken könnt, denn das wird wenn ihr diesen Artikel lest, wahrscheinlich schon zu spät sein. Aber halt, Hopfen und Malz sind (Gott sei Dank!) noch nicht verloren, auch hier gibt es ein paar Tipps und Tricks! Wenn ihr eine gemischte Gruppe seid – immer die Mädels vorschicken zum Fragen! Klingt doof, aber ist so (und ja, die Autorin dieses Artikels ist selbst ein Madla! :P) aber die Chancen scheinen zu steigen noch ein Plätzchen zu ergattern. Nebenbei: Lieb fragen und nett Lächeln kommt meist besser, als rumpöbeln, weshalb das auch definitiv ein Punkt ist den man beachten sollte.

6. Bier am Ausschank holen

Nun steht ihr also auf einem guten Platz, die Stimmung steigt und …das Bier geht aus. Im Normalfall wartet man hier auf einen der netten Kellner, die einem die Maßen Kistenweise auf den Treppen entgegen bringen. Je nach Platzposition und vor allem auch je nach „Völle“ des Berchs, kann das aber ganz schön dauern. Unser Tipp: Einfach schnell selbst runter zum Ausschank gehen kann da die beste Abhilfe schaffen. Dann sieht man auch beim Abzapfen zu und kann sich ganz sicher sein, dass die Maß auch voll ist 😛

7. So überwindest Du den Durchhänger

Nach einiger Feierei kommt dann der erste Durchhänger. Die Band macht Pause, am Klo ist die Schlange endlos lang und bei manch einem schlägt sich die Müdigkeit durch. Auch hier habt ihr wieder zwei Möglichkeiten: Entweder man gönnt sich eine belebende Bergbreze, die man in gefühlt 10 Meter Abständen auf der Bergkirchweih kaufen kann – oder man nimmt die Reise zur Bommi-Bude auf sich. Beides sorgt für einen kleinen Spaziergang und vor allem für gute Laune!

8. Schnell zum Afterberch

Aber auch der schönste Bergabend hat ein Ende und so heißt es ab 23 Uhr: „Angel“ grölen und das Gelände verlassen. Hier ärgert sich der Bergliebhaber oft kurz, frei nach dem Motto „Wir hatten doch gerade so viel Spaß!“ Was muss, das muss – aber hier haben wir auch wieder einen Pro-Tipp für euch. Nicht verzagen, Abstieg wagen! Denn oft erwarten einen in den Afterberg-Locations bis 24 Uhr besondere Angebote. Wenn sich das nicht lohnt, weiß ich auch nicht!

Nun wünschen wir euch aber ganz, ganz viel Spaß auf der Erlanger Bergkirchweih!

Zusatztipp

Kauft euch ein paar günstige Schuhe für die Bergkirchweih – man kann sich nie sicher sein, ob sie den Abend überleben – mehr als eine Saison aber gewiss nicht!