Das 9te Laufgelage steht in den Startlöchern, heute geht die Anmeldung los und ihr seid wahlweise schon lange Fans oder berühmtberüchtigte Erstis, die den Spaß auf keinen Fall verpassen wollen? Kein Problem, beim Laufgelage darf jeder mitmachen und neben dem vielen Spaß hoffentlich leckere Schmankerl genießen. Ich selbst bin nun auch schon zum wiederholten Male dabei, wobei mir ein paar Punkte aufgefallen sind, die bei Beachtung zu einem noch besseren Abend führen. Also: Durchlesen, durchstarten, loskochen, Abend genießen!

1. Organisiert euer Team gut

Das klingt jetzt recht banal, aber eine gute Organisation ist alles – egal ob in der Sterneküche oder bei euch in der WG-Bude. Dabei spielt nicht nur Größe und Ausstattung eurer Küche eine große Rolle, sondern auch euer Gastraum. Euer Wohnheimzimmer mögen eure liebsten vier Wände sein, bei einem Ansturm von sechs Personen kann es aber auf einmal komisch sein, wenn sich drei davon mit Kloß und Soß bewaffnet auf dem Bett platzieren. Geht am besten deshalb zu dem Teampartner, der die besseren räumlichen Möglichkeiten hat.

PRO-TIPP:

Übrigens können auch mehrere Teams in einer Küche starten. Damit es allerdings nicht zu Gangüberschneidungen kommt, gebt dies bitte bei der Anmeldung zwingend an! Derjenige, der die Nachspeise erwischt, räumt dann für alle auf.. oder so 😉

2. Geht früh genug einkaufen

„Ja also das Laufgelage geht um 18 Uhr los, treffen wir uns um 17:00 am Kaufland?“ ist eine super blauäugige Einstellung auf die ich auch schon hereingefallen bin. Vor allem, da auf einmal die halbe Stadt um 17:30 im Kaufland an der Kasse steht und ihre Jahreseinkäufe bezahlen will, sollte man genügend Puffer einplanen. Sobald man feststellt, dass das Kaufland keinen frischen „Origanum majorana“ hat und ihr noch in ein anderes Geschäft müsst, ist der Zeitplan dann sowieso hinfällig.

PRO-TIPP:

Besorgt euch alles, was nicht zwingend suuuuper frisch sein muss schon am Vortag. Informiert euch über die fancyesten Bestandteile eures Rezeptes im Voraus wo und wie ihr das Zeug findet.

3. Getränke nicht vergessen

Euer Gang ist gekocht, ihr deckt gerade den Tisch und als ihr die Gläser hinstellt, fällt es euch wie Schuppen von den Augen: Ihr habt euch nur auf das Essen konzentriert und die Getränke vergessen. Na gut, Leitungswasser geht dank der Erlanger Trinkwasserqualität eigentlich immer und jeder Student findet in der hintersten Ecke der WG-Küche noch eine Flasche Jacky oder ähnliches – aber klingt das nach einem angemessenen Getränk für euren Fünf-Sterne-Gang? Wohl kaum! Denkt also daran, für alle etwas zu trinken zu besorgen, vor allem auch für mögliche antialkoholische Gäste. Mit einer kleinen Auswahl kann man bei allen Punkten und sorgt für gute Stimmung.

PRO-TIPP:

Als absoluter Nicht-Wein-Kenner konnte ich zwar problemlos einen Kasten Bier besorgen, stand beim Wein jedoch vor einem Problem: Totgooglen, einfach nach Etikett aussuchen und überhaupt: Rot oder weiß? Was passt besser zu meinem Rezept? Mein Team beschloss kurzum den Joker zu ziehen: Und wir riefen unsere Eltern an. Bei Weinkennern in der Familie also gerne mal diese als Unterstützung nutzen.

4. Bereitet euch gut vor – egal welcher Gang

Der Schein trügt: jeder, der schon einmal beim Laufgelage mitgemacht hat, weiß, dass der Zeitplan super straff ist. Gerade steckt man bei der Vorspeise noch in einem angeregten Gespräch über den Brexit oder das deutsche TV-Programm, da muss man eigentlich schon los zur Hauptspeise – und diese am Ende noch selbst kochen. Damit niemand mit knurrenden Mägen bei euch am Tisch sitzt, ist es wichtig, euer Essen soweit wie möglich gut vorzubereiten – und das unabhängig vom Gang. Eine Endkochzeit von 30 Minuten ist im Zeitplan einfach nicht vorgesehen.

PRO-TIPP:

Achtet schon bei der Wahl eures Rezeptes auf die tatsächliche Zubereitungszeit. Ein Fleisch mit super komplizierten Garzeiten ist bestimmt für fast alle ein Genuss – bringt euch aber beim Laufgelage große Probleme. Super ist alles, was schon so gut wie fertig gekocht ist und quasi „nur noch“ kurz aufgewärmt werden muss.

5. Fahrradstadt Erlangen

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Zeitplanung ist der Weg zwischen euren Gängen. Der praktischste Lösungsweg ist dabei, einfach alles mit dem Fahrrad zu planen. So kann man einen Laufweg von über 10 Minuten auch gerne mal auf unter 5 Minuten reduzieren und wesentlich mehr Zeit bei den anderen Teilnehmern genießen.

PRO-TIPP:

Auch zum E-Werk lässt es sich super mit dem Rad fahren. Denkt aber dort daran euer Rad gut anzuketten und ab einem gewissen Pegel heimzuschieben – wir sind hier immer noch in Erlangen! 😉

6. Fotografiert jeden Gang

Ganz abgesehen davon, dass Essensfotos vor allem bei Großeltern gut ankommen, ist es nicht nur eine schöne Erinnerung, das Essen mit dem Handy festzuhalten, sondern ermöglicht euch auch eine Teilnahme am „Goldenen Kochlöffel“. Dort gibt es neben tollen Preisen auch ganz schön viel Fame zu gewinnen.

PRO-TIPP:

Stellt euren Gästen einen kleinen Korb zur Verfügung, in welchem die Handys nach dem Foto-Shooting verschwinden können. Vorher stellt einer noch einen Timer, wann es wieder losgehen muss und bis dahin herrscht am Tisch eine gute Stimmung durch die Smartphone-freie-Zone.

7. Balsamico-Creme rettet alles

Euer Rezept ist super lecker, aber lässt sich nicht schön anrichten? Geschmacklich ist alles der Knaller, aber ihr bekommt das mit der Deko einfach nicht hin? Balsamico-Creme ist ab jetzt euer bester Freund! Kauft sie unabhängig vom Rezept zusätzlich ein und sorgt mit ihr für den Traumteller – die Oh’s und Ah’s sind euch gewiss.

PRO-TIPP:

Beim Dessert ist Balsamico-Creme ja leider nicht zwingend passend. Sie lässt sich aber auch super durch dickflüssigere Schokosoße ersetzen. Also, los ans anrichten!

8. Atmosphäre ist die halbe Miete

Musik, angenehmes Licht, Kerzen, schön gedeckter Tisch – wenn eure Gäste so einen Raum betreten, habt ihr sie schon einmal von euch überzeugt. Das Auge isst halt doch mit und dieser Spruch betrifft meist nicht nur den Teller selbst. Eine schöne Tischdecke, ein paar passende Servietten und der Ruhm gehört euch (Tischdecken gibt’s bei Mutti).

PRO-TIPP:

Als besonders praktisch hat sich bisher immer eine Spotify-Playlist herausgestellt, die im Hintergrund schön vor sich hindümpelte. Ihr habt kein Spotify? Kein Problem, sucht euch einfach auf Youtube eine schöne Playlist raus.

9. Ticket für die Afterparty nicht vergessen

Die Afterparty im E-Werk ist nicht grundlos legendär, man trifft die neuen Bekanntschaften des Abends wieder, unterhält sich über die leckeren Gänge und lernt am Ende nochmals neue Leute kennen. Auf die Party kommt man jedoch nur mit dem ausgedruckten Ticket – und das mit dem Drucken ist bei Studenten ja so eine Sache. Druckt das Ticket am besten aus, sobald ihr es erhalten habt, dann kann nichts mehr schief gehen.

PRO-TIPP:

Du hast keinen Drucker, aber dein Teampartner schon? Dann lass ihn dein Ticket gleich mit ausdrucken!