331 Jahre Hugenottenstadt.

Seinen französischen Flair bekam Erlangen im 17. Jahrhundert als Markgraf Christian Ernst für die Religionsflüchtlinge, Calvinisten, einen ganz neuen Stadtteil in der 600 Einwohner starken Stadt errichten ließ. Der schachbrettartige Straßenverlauf und die vielen kleinen Geschäfte sich typisch für die schnell errichtete Neustadt (benannt nach dem Marktgrafen Christian Erlang) um die Hugenotten aufnehmen zu können.

Wirtschaftlicher Aufschwung und Privilegien

Sie sorgten, gerade durch ihre Produktion von Socken für einen wirtschaftlichen Aufschwung für die damals fast bankrotte Stadt. Dafür erhielten sie vom Markgrafen Privilegien wie Religionsfreiheit, Befreiung von Steuern und Darlehen zur Gründung von Manufakturen.

1822 wurde der letzte französische Gottesdienst gefeiert, danach wurde diese Tradition beendet aufgrund kultureller Assimilation.