Zwischen der Schlange vor dem Einwohnermeldeamt und der am Informationstresen findet man zur Zeit eine grüne Wiese mitten im Foyer des Rathauses. Dies stellt keinen Fehler des Landschaftsarchitekten der Stadt Erlangen dar, sondern wirbt für das Utopien-Fest des Theaters Erlangen (12.-16.07.2017; www.theater-erlangen.de).

Am Pressetermin am 02.05. im Rathaus wurde den Journalisten ein Picknick auf dem frischen Rasen geboten. Das Theater möchte die Spielzeit 17/18 unter das Motto Freiräume stellen. Freiraum, sich individuell zu entfalten, Freiraum, um neue Stücke zu finden. So gibt es kein festes Leitthema und es sollen aktuelle Fragen und Probleme zum Kernstück der Inszenierungen werden. Geplant sind 25 Produktionen, davon 13 Premieren und 12 Wiederaufnahmen. Die wohl bekanntesten Neuinszenierungen sind „Die Physiker“, 22.09.2017; „Die Bleichen Füchse“, 23.09.2017; „Aschenputtel“, 26.11.2017 und „Kaschmir und Karoline“, 23.02.2018.

Es wird zudem das mobile Theater ausgebaut. Stücke wie „Klamms Krieg“ und „Huck Finn“ werden gezielt in Klassenzimmern kooperierender Schulen aufgeführt. Ferner ist eine Kooperation mit der Eichendorfschule geplant.

Das Projekt „Stadttheater der Zukunft“ soll durch ein erneutes Symposium am 25.01.2018 weiter ausgebaut werden, um ein zukunftstaugliches, greifbares Theater zu schaffen.

In der Spielzeit 17/18 werden wieder zahlreiche Aktionen für Familien und Kinder angeboten,  wie Gucken&Clubben, Isar-Piraten und das Familien-Abo.

Zur Verstärkung des Teams engagierte das Theater in dieser Spielzeit Amos Detscher, Enrique Fiß und Alexandra Ostapenko, drei junge Schauspieler, die frischen Wind auf die Bühne bringen.

Auch ein erneuter Regie-Nachwuchs Kontest ist geplant, um unter dem Thema „Klima“ jungen Regisseuren die Plattform für eigene Stücke zu bieten. Im Sommer ist ein open-air Liederabend im Theater Hof geplant, mit anschließender Übertragung der Fußball-WM.

Am 24.09. findet ab 15 Uhr eine Wahl Beratung für Unentschlossene statt, und Schauspieler hauchen der Bundestagswahl Leben auf der Bühne ein. Ab 18 Uhr werden auch die ersten Hochrechnungen im Theater übertragen.

So ergibt sich alles in allem ein Wandel im Theater Erlangen. Es versucht das Theater so lebendig zu halten, wie die Zeit. Wandelbar, aktuell, problemgeladen. Es kann einer spannenden Spielzeit entgegen gesehen werden, die aktuelle Themen für die Allgemeinheit voller Emotionen, Spaß und Action auf die Bühne bringt.