Einmal nach den Öffnungszeiten durch die Stadtbibliothek und das Kunstpalais schleichen, Orte erkunden, an die sonst kein Besucher gelangt und dabei den Alarm nicht auslösen. Alles mit dem Ziel, ein wertvolles Kunstwerk innerhalb einer Stunde zu stehlen. Es gibt nur einen Weg hinein und einen Weg hinaus – ohne den Alarm auszulösen.

So begann unsere Story im Bürgersaal der Stadtbibliothek. Zu neunt machten wir uns auf den Weg, Rätsel zu lösen und Hindernisse zu überwinden, um unseren anonymen Auftraggeber zufriedenzustellen. Unsere Gruppe bestand aus Mitarbeitern der Stadtbibliothek und des Kunstpalais. Wir durchsuchten gemeinsam Bücherregale und Kisten und schauten unter jeden Stuhl, um die entscheidenden Hinweise zu finden.

Dahinter steckt ein Live Escape Game. Der Trend ist nun auch in Erlangen gestrandet. In einer Gruppe muss eine Challenge in einer gewissen Zeit absolviert werden; durch Stöbern und Rätseln ein gemeinsames Ziel erreicht werden. Vorbild hierfür sind die Text-Adventures der späten 1980er Jahre.

Um diese Videospiele in die Realität zu holen, organisieren Valerie Hayer und Nele Haker im Rahmen ihres Freiwilligen Sozialen Jahres der Kultur an 7 Tagen im Juni und Juli ein Live Escape Game in den Räumen der Stadtbibliothek und des Kunstpalais.

Bis ins kleinste Detail haben die zwei es geplant – von Karten, Aufzugschlüsseln und Hinweisen, um die Alarmanlagen zu umgehen.

Das Projekt von Valerie und Nele findet reißenden Absatz. Deswegen bieten sie nun 7 Termine an, um in Gruppen zu je 8 Personen den Kunstraub durchzuführen. Die Anmeldung läuft zur Zeit über die Homepage der Stadtbibliothek. Es sind nur noch wenige Termine verfügbar.

Nach dem Testlauf, den wir begleiten durften, können wir auf jeden Fall 5 von 5 „Daumen-Hoch“ geben. Man lernt neue Leute kennen und kann mit ein wenig Köpfchen ein aufregendes Abenteuer erleben.

Links: Nele Haker; Rechts: Valerie Hayer