1. Der rote Streifen des Todes

Bestimmte Gegenden in Erlangen wie die Glückstraße oder die Kochstraße sind verdammt
gefährliches Pflaster für nicht ortskundige Erstis. Nicht etwa wegen der Massenmörder und
der Drogenmafia die dort lauern, nein – es ist der unscheinbare rote Streifen auf dem
Gehweg, der schon viele Zugezogene dahingerafft hat. Mit Höchstgeschwindigkeit rasen
Fahrradfahrer auf diesem Bereich des Gehwegs an Fußgängern vorbei, und wer träumend
oder orientierungslos im Weg steht, der wird eher früher als später mit dem Steinboden
und einem Fahrrad inklusive Fahrer intensive Bekanntschaft machen. Vermeidet
Zusammenstöße, und achtet darauf, immer auf dem grauen Bereich des Gehwegs zu
bleiben.

2. Prüfungsamt – das K steht für Kundenservice

Gerade zu Beginn des Studiums hat man einiges im Prüfungsamt zu regeln, aber auch
später können Fragen oder Probleme auftreten, bei denen ihr die Hilfe der Mitarbeiter dort
braucht. Die Legende besagt, dass im Jahr 1998 einmal jemand versucht hat, ein Problem
per E-Mail zu lösen: diese Person wartet heute noch auf eine Antwort. Es sei mal
dahingestellt, ob es jetzt am hohen Arbeitspensum oder an der niedrigen Motivation
mancher Mitarbeiter liegt, dass sie weder auf Mails noch Anrufe reagieren, deshalb lassen
sich die meisten Dinge am effizientesten durch einen persönlichen Besuch beim jeweiligen
Sachbearbeiter lösen. Aber Vorsicht, ein Besuch im Prüfungsamt ist nichts für schwache
Nerven: die Mitarbeiter freuen sich nur wenig über Störungen durch Studenten (oder
Studenten im Allgemeinen) und reagieren entsprechend freundlich …

3. Der Hugo ist kein Getränk

Wenn euch ein Erlanger fragt „19 Uhr Hugo?“, dann will er in den meisten Fällen kein
Holunderblüten-Getränk auf Sektbasis mit euch trinken. Der Hugo, kurz für
Hugenottenplatz, ist der Dreh- und Angelpunkt jeglichen sozialen Lebens in Erlangens.
Sämtliche Kneipen und Restaurants sind von dort fußläufig zu erreichen, die Sparkasse ist
direkt nebenan und aufgrund seiner Größe und zentralen Lage ist der Hugo absolut nicht zu
verfehlen.

4. Freshman 10? Nicht in Erlangen!

Viele machen gleich zu Beginn ihres Studium die unangenehme Erfahrung der Freshman 10
– 10 Kilo, die man sich während seines „Freshman Year“ (also den ersten beiden
Semestern) anfuttert, hauptsächlich durch nächtliche Dönerorgien. Das kann uns Erlangern
nicht passieren, denn dank der Öffnungszeiten-Regelung der Stadt gehen wir von Anfang
bis Ende rank und schlank durchs Studium. Tagsüber ist die Hauptstraße zwischen
Schlossplatz und Martin-Luther-Platz ein wahres Junkfood-Paradies, aber sobald man gegen
2 Uhr morgens wirklich Hunger auf Pizza und Döner bekommt – zack, alles zu. Es ist absolut
unmöglich, in Erlangen nachts etwas Essbares zu finden, denn sogar der McDonalds am
Hugo schließt um 1 Uhr. Für Hartgesottene gibt es dennoch eine einzige Anlaufstelle – siehe
Punkt 5.

5. Kinderfreundliches Gourmetrestaurant Schwarzer Ritter

Die Google-Rezensionen schwärmen von Hummer und Kaviar und vom exzellenten Service
dieses Etablissements. Nur das Bällebad für Kinder ist leider frei erfunden …

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